Fassbinder

  • GenreDokumentarfilm
  • RegieAnnekatrin Hendel
  • LandDE
  • Jahr2015
  • Länge90 min

Er war das enfant terrible des deutschen Films und hat wie kein anderer polarisiert. Er wurde geliebt, gehasst, bewundert, verachtet. Die Welt kennt Rainer Werner Fassbinder als eines der letzten Allroundgenies des Films. Aber wie war Fassbinder als Mensch? Der Dokumentarfilm FASSBINDER von Annekatrin Hendel erzählt ein deutsches Künstlerleben, das mit einer unfassbaren, selbstzerstörerischen Dynamik geführt wurde und zeigt eine faszinierende Biografie von 37 Jahren Selbstverbrennung.

Rainer Werner Fassbinder: ein Kosmos aus Triumph und Verzweiflung

In 16 Jahren schuf Rainer Werner Fassbinder 44 Kino- und Fernsehfilme. Keinem vor ihm war es in einer so kurzen Schaffensphase gelungen, die deutsche Gesellschaft zu porträtieren und zu polarisieren. Dafür wurde er nicht von allen geliebt, aber von vielen dafür umso mehr. 1982 – im Alter von nur 37 Jahren – starb der Filmemacher in München. Mit schmerzhaft genauem Blick hinter menschliche Abgründe ziehen seine Filme die Menschen noch heute in ihren Bann. Sein Repertoire an politischen Themen wie Terrorismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Überwachung oder Dysfunktion der Familie sind aktueller denn je. Anfang der 1970er Jahre führte er das deutsche Kino aus der Krise und erfand ein neues Starsystem. Wie ging Fassbinder um mit seinen fordernden Kollegen, Freunden, Rivalen, Liebesabenteuern? Den ständigen Machtkämpfen, seiner offen zur Schau gestellten Homosexualität, den Exzessen und dem Verschleiß seiner selbst und derjenigen, die mit ihm arbeiteten? Woher nahm der „Bürgerschreck“ den Glauben an sich, die Frechheit, den Willen und die Kraft, sich durchzusetzen?
Regisseurin Annekatrin Hendel spürt diesen Themen nach und begegnet sowohl Weggefährten, die Fassbinder einst zu Stars gemacht hat, als auch Kollegen der nachfolgenden Generationen, die über das filmische Nachwirken Fassbinders in die heutige Zeit erzählen.

Ein Schatz aus bisher unveröffentlichtem Material

FASSBINDER erzählt, wie Fassbinders Werk mit seinem Leben verzahnt war. Seine Biografie zeigt Episoden mit latent autobiographischen Elementen seiner Filmwerke sowie Selbstzeugnisse seltener Interviews. Besonders nahe kommt der Film dem Phänomen Fassbinder durch einen gehobenen Schatz aus dem Archiv der Rainer Werner Fassbinder Foundation: Unveröffentlichtes Material an Texten, Tönen und Bildern, die einen tiefen Einblick in die sensible Seite des Stars gewähren.

Infos: http://www.fassbinderfoundation.de/

Fassbinder

Annekatrin Hendel, DE 2015, 90min

Er war das enfant terrible des deutschen Films und hat wie kein anderer polarisiert. Er wurde geliebt, gehasst, bewundert, verachtet. Die Welt kennt Rainer Werner Fassbinder als eines der letzten Allroundgenies des Films. Aber wie war Fassbinder als Mensch? Der Dokumentarfilm FASSBINDER von Annekatrin Hendel erzählt ein deutsches Künstlerleben, das mit einer unfassbaren, selbstzerstörerischen Dynamik geführt wurde und zeigt eine faszinierende Biografie von 37 Jahren Selbstverbrennung.

Rainer Werner Fassbinder: ein Kosmos aus Triumph und Verzweiflung

In 16 Jahren schuf Rainer Werner Fassbinder 44 Kino- und Fernsehfilme. Keinem vor ihm war es in einer so kurzen Schaffensphase gelungen, die deutsche Gesellschaft zu porträtieren und zu polarisieren. Dafür wurde er nicht von allen geliebt, aber von vielen dafür umso mehr. 1982 – im Alter von nur 37 Jahren – starb der Filmemacher in München. Mit schmerzhaft genauem Blick hinter menschliche Abgründe ziehen seine Filme die Menschen noch heute in ihren Bann. Sein Repertoire an politischen Themen wie Terrorismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Überwachung oder Dysfunktion der Familie sind aktueller denn je. Anfang der 1970er Jahre führte er das deutsche Kino aus der Krise und erfand ein neues Starsystem. Wie ging Fassbinder um mit seinen fordernden Kollegen, Freunden, Rivalen, Liebesabenteuern? Den ständigen Machtkämpfen, seiner offen zur Schau gestellten Homosexualität, den Exzessen und dem Verschleiß seiner selbst und derjenigen, die mit ihm arbeiteten? Woher nahm der „Bürgerschreck“ den Glauben an sich, die Frechheit, den Willen und die Kraft, sich durchzusetzen?
Regisseurin Annekatrin Hendel spürt diesen Themen nach und begegnet sowohl Weggefährten, die Fassbinder einst zu Stars gemacht hat, als auch Kollegen der nachfolgenden Generationen, die über das filmische Nachwirken Fassbinders in die heutige Zeit erzählen.

Ein Schatz aus bisher unveröffentlichtem Material

FASSBINDER erzählt, wie Fassbinders Werk mit seinem Leben verzahnt war. Seine Biografie zeigt Episoden mit latent autobiographischen Elementen seiner Filmwerke sowie Selbstzeugnisse seltener Interviews. Besonders nahe kommt der Film dem Phänomen Fassbinder durch einen gehobenen Schatz aus dem Archiv der Rainer Werner Fassbinder Foundation: Unveröffentlichtes Material an Texten, Tönen und Bildern, die einen tiefen Einblick in die sensible Seite des Stars gewähren.

Infos: http://www.fassbinderfoundation.de/