Citizenfour

  • GenreDokumentarfilm
  • RegieLaura Poitras
  • LandDE, USA
  • Jahr2014
  • Länge114 min
  • SpracheOmU

Im Januar 2013 erhielt die amerikanische Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die mit kritischen Filmen über den Irak-Krieg und das US-Gefangenenlager Guantànamo bekannt wurde, erstmals verschlüsselte e-mails von einem gewissen „Citizen Four“. Deren Inhalt war brisant. Es ging um Beweise für die maßlose Überwachung durch die NSA und andere Geheimdienste. Fünf Monate später reiste Poitras mit dem Journalisten Glenn Greenwald nach Hongkong um sich mit „Citizen Four“ zu treffen – es ist Edward Snowden. Der Rest ist Geschichte. Acht Tage lang interviewten Greenwald und sein Kollege Ewen MacAskill den Computerspezialisten, Poitras dokumentierte mit der Kamera. Die ersten Enthüllungsartikel erschienen und am Ende outete sich Snwoden als Whistleblower. Seitdem wissen wir, dass die USA und ihre engsten Verbündeten private Telefon- und Internetkommunikation ausspähen, entsprechende Daten sammeln und damit weltweit die Privatsphäre von Millionen von Menschen verletzen.

Der atemberaubende Dokumentarfilm-Thriller erhielt den diesjährigen Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.

„Citizenfour“ ist keine unparteiische Dokumentation, denn die Regisseurin war 2013 zugleich auch Akteurin bei der Aufdeckung des NSA-Skandals. Doch genau das macht den Film zu einem spannenden Zeitdokument. Poitras öffnet quasi die Türen zu Snowdens Hotelzimmer und erlaubt, Zeuge der geradezu konspirativen Treffen zu werden. Neben Details über die Abhörpraxis der Geheimdienste erfährt man so einiges über die Arbeit der Journalisten und natürlich über Snowden selbst, der anfangs betont, dass nicht er „die Story“ sei, sondern die Bespitzelung durch NSA & Co.

Mitunter wirkt „Citizenfour“ wie ein Spionagethriller, was auch daran liegt, dass Poitras ihre Dokumentation wie einen Spielfilm mit Schuss-/Gegenschuss-Einstellungen, Nahaufnahmen und sogar Subjektiven inszeniert hat. Eingebettet sind die Gespräche in ein Davor und Danach, in denen auch andere Whistleblower und Internet-Aktivisten zu Wort kommen oder Greenwald bei seiner weiteren Arbeit gezeigt wird.

Citizenfour

Laura Poitras, DE/USA 2014, 114min, OmU

Im Januar 2013 erhielt die amerikanische Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die mit kritischen Filmen über den Irak-Krieg und das US-Gefangenenlager Guantànamo bekannt wurde, erstmals verschlüsselte e-mails von einem gewissen „Citizen Four“. Deren Inhalt war brisant. Es ging um Beweise für die maßlose Überwachung durch die NSA und andere Geheimdienste. Fünf Monate später reiste Poitras mit dem Journalisten Glenn Greenwald nach Hongkong um sich mit „Citizen Four“ zu treffen – es ist Edward Snowden. Der Rest ist Geschichte. Acht Tage lang interviewten Greenwald und sein Kollege Ewen MacAskill den Computerspezialisten, Poitras dokumentierte mit der Kamera. Die ersten Enthüllungsartikel erschienen und am Ende outete sich Snwoden als Whistleblower. Seitdem wissen wir, dass die USA und ihre engsten Verbündeten private Telefon- und Internetkommunikation ausspähen, entsprechende Daten sammeln und damit weltweit die Privatsphäre von Millionen von Menschen verletzen.

Der atemberaubende Dokumentarfilm-Thriller erhielt den diesjährigen Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.

„Citizenfour“ ist keine unparteiische Dokumentation, denn die Regisseurin war 2013 zugleich auch Akteurin bei der Aufdeckung des NSA-Skandals. Doch genau das macht den Film zu einem spannenden Zeitdokument. Poitras öffnet quasi die Türen zu Snowdens Hotelzimmer und erlaubt, Zeuge der geradezu konspirativen Treffen zu werden. Neben Details über die Abhörpraxis der Geheimdienste erfährt man so einiges über die Arbeit der Journalisten und natürlich über Snowden selbst, der anfangs betont, dass nicht er „die Story“ sei, sondern die Bespitzelung durch NSA & Co.

Mitunter wirkt „Citizenfour“ wie ein Spionagethriller, was auch daran liegt, dass Poitras ihre Dokumentation wie einen Spielfilm mit Schuss-/Gegenschuss-Einstellungen, Nahaufnahmen und sogar Subjektiven inszeniert hat. Eingebettet sind die Gespräche in ein Davor und Danach, in denen auch andere Whistleblower und Internet-Aktivisten zu Wort kommen oder Greenwald bei seiner weiteren Arbeit gezeigt wird.