Wenn man sie bedauert, können sie schlecht sterben

Dokumentarfilmwoche Hamburg
Hamburg Premiere
  • GenreDokumentarfilm
  • RegieFriederike Güssefeld (R), Tim Kuhn (K)
  • LandDE
  • Jahr2015
  • Länge70 min
  • SpracheOmeU
  • Websitevisit

Seit der „Konsum“ zugemacht hat, trifft man sich eigentlich nur noch auf dem Friedhof. Dem 500-Seelen-Dorf im südlichen Brandenburg erging es wie vielen Gemeinden im Osten: Nach der Wende ging es bergab, die Betriebe schlossen, die Jungen zogen weg, der Zusammenhalt ging verloren. Und dann kam der Ort auch noch durch mehrere spektakuläre Todesfälle in die Schlagzeilen. Unverblümt erzählen die Dorfbewohner ihre Version der Umstände der schrecklichen Taten. Die Abgeklärtheit ist kein Wunder, an Selbstmorde ist man hier gewöhnt, die gab es immer, vor allem nach dem Krieg und nach der Wende. „Wer den Mut dazu hat, der macht das halt“, sagt eine alte Bäuerin trocken. Friederike Güssefeld lässt ihre Protagonisten frei erzählen und gibt ihnen mit wohlkomponierten Einstellungen auch optisch viel Raum. Und so berichten diese nicht bloß von tragischen Toden, sondern zeichnen mit ihren Erinnerungen, Erläuterungen und Abschweifungen gemeinsam ein einzigartiges Bild der Geschichte ihres Dorfes.

Gäste: Friederike Güssefeld, Tim Kuhn

13. Dokumentarfilmwoche Hamburg
06.04.2016 20:00
Dokumentarfilmwoche Hamburg
Hamburg Premiere

Wenn man sie bedauert, können sie schlecht sterben

Friederike Güssefeld (R), Tim Kuhn (K), DE 2015, 70min, OmeU

Seit der „Konsum“ zugemacht hat, trifft man sich eigentlich nur noch auf dem Friedhof. Dem 500-Seelen-Dorf im südlichen Brandenburg erging es wie vielen Gemeinden im Osten: Nach der Wende ging es bergab, die Betriebe schlossen, die Jungen zogen weg, der Zusammenhalt ging verloren. Und dann kam der Ort auch noch durch mehrere spektakuläre Todesfälle in die Schlagzeilen. Unverblümt erzählen die Dorfbewohner ihre Version der Umstände der schrecklichen Taten. Die Abgeklärtheit ist kein Wunder, an Selbstmorde ist man hier gewöhnt, die gab es immer, vor allem nach dem Krieg und nach der Wende. „Wer den Mut dazu hat, der macht das halt“, sagt eine alte Bäuerin trocken. Friederike Güssefeld lässt ihre Protagonisten frei erzählen und gibt ihnen mit wohlkomponierten Einstellungen auch optisch viel Raum. Und so berichten diese nicht bloß von tragischen Toden, sondern zeichnen mit ihren Erinnerungen, Erläuterungen und Abschweifungen gemeinsam ein einzigartiges Bild der Geschichte ihres Dorfes.

Gäste: Friederike Güssefeld, Tim Kuhn

13. Dokumentarfilmwoche Hamburg
06.04.2016