Aufzeichnungen aus der Unterwelt

Dokumentarfilmwoche Hamburg
  • GenreDokumentarfilm
  • RegieTizza Covi, Rainer Frimmel
  • LandAT
  • Jahr2020
  • Länge115 min

In Schwarz-Weiß-Bildern, rauchend, in Gasthäusern und kargen Räumen am Tisch sitzend, erzählen Wienerlied-Sänger Kurt Girk und sein Freund Alois Schmutzer, der »König der Wiener Unterwelt«, aus ihrem bewegten Leben. Sie teilen Erinnerungen an ihre Kindheit in den Kriegsjahren und an die wilde Zeit danach, als sie berühmt-berüchtigt waren. Mit nur wenigen, aber präzisen Fragen bringen Tizza Covi und Rainer Frimmel die beiden Freunde sowie auch einige Weggefährten und Gegenspieler zum Reden. Konzentrierte, anekdotenreiche Episoden, angereichert mit kurzen Blicken ins ORF-Archiv und ins private Fotoalbum, wie zum Beweis, dass es sich nicht um Räuberpistolen handelt, ergeben das Bild einer untergegangenen Epoche, in der Männer wie Loisl und Kurtl Stadtgeschichte schrieben.
Und zwar die inoffizielle Version, in der es um Schießereien, Spielschulden und unglaubliche Zustände im Knast und im Gerichtssaal geht. Oral History, die weder romantisch verklärt noch moralisch urteilt, und Respekt vor der Furchtlosigkeit der beiden beeindruckenden Protagonisten erzeugt.

Mit seiner Beschreibung Wiens in den 1960er-Jahren füllt der Film inhaltlich eine Lücke, formal zeigt er, was zeitgenössisches Kino kann. (Katalogtext Berlinale 2020)

Zu Gast: Tizza Covi und Rainer Frimmel

18. Dokumentarfilmwoche Hamburg
17.09.2021 20:00
Dokumentarfilmwoche Hamburg

Aufzeichnungen aus der Unterwelt

Tizza Covi, Rainer Frimmel, AT 2020, 115min

In Schwarz-Weiß-Bildern, rauchend, in Gasthäusern und kargen Räumen am Tisch sitzend, erzählen Wienerlied-Sänger Kurt Girk und sein Freund Alois Schmutzer, der »König der Wiener Unterwelt«, aus ihrem bewegten Leben. Sie teilen Erinnerungen an ihre Kindheit in den Kriegsjahren und an die wilde Zeit danach, als sie berühmt-berüchtigt waren. Mit nur wenigen, aber präzisen Fragen bringen Tizza Covi und Rainer Frimmel die beiden Freunde sowie auch einige Weggefährten und Gegenspieler zum Reden. Konzentrierte, anekdotenreiche Episoden, angereichert mit kurzen Blicken ins ORF-Archiv und ins private Fotoalbum, wie zum Beweis, dass es sich nicht um Räuberpistolen handelt, ergeben das Bild einer untergegangenen Epoche, in der Männer wie Loisl und Kurtl Stadtgeschichte schrieben.
Und zwar die inoffizielle Version, in der es um Schießereien, Spielschulden und unglaubliche Zustände im Knast und im Gerichtssaal geht. Oral History, die weder romantisch verklärt noch moralisch urteilt, und Respekt vor der Furchtlosigkeit der beiden beeindruckenden Protagonisten erzeugt.

Mit seiner Beschreibung Wiens in den 1960er-Jahren füllt der Film inhaltlich eine Lücke, formal zeigt er, was zeitgenössisches Kino kann. (Katalogtext Berlinale 2020)

Zu Gast: Tizza Covi und Rainer Frimmel

18. Dokumentarfilmwoche Hamburg
17.09.2021