Woodstock in Timbuktu – Die Kunst des Widerstands

  • GenreDokumentarfilm
  • RegieDesirée von Trotha
  • LandDE
  • Jahr2012
  • Länge92 min
  • SpracheOmU

Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dünen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder genauer Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen. Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Begegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. Seit Beginn der Kolonialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wieder, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet. Aktuell sind die Kel Tamaschek in Malis Norden massiv bedroht. Es herrscht Krieg. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Das Festival au Désert wehrt sich überdies gegen Vorurteile des Westens und wirbt für einen weltoffenen und friedfertigen Islam. Es geht um Musiker und Poeten, die Macht der Frauen, Kamelhirten und Ex-Rebellen. Man spricht unverhohlen über al-Qaida – „Feiglinge“ -, die wachsende Bedrohung des saharischen Friedens durch militante Salafisten und dem Wunsch nach einem dauerhaften Frieden in der Region.

Woodstock in Timbuktu – Die Kunst des Widerstands

Desirée von Trotha, DE 2012, 92min, OmU

Im Januar 2011 fand das elfte internationale Festival au Désert in den Dünen vor Timbuktu (Mali) statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder genauer Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen. Drei Tage und Nächte bietet das Festival eine ideale Plattform für die Begegnung mit diesem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. Seit Beginn der Kolonialzeit finden sich die Kel Tamaschek in einer politischen Landschaft wieder, die ihre nomadische Lebensweise und damit den Fortbestand ihrer Jahrhunderte währenden Kultur gefährdet. Aktuell sind die Kel Tamaschek in Malis Norden massiv bedroht. Es herrscht Krieg. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Das Festival au Désert wehrt sich überdies gegen Vorurteile des Westens und wirbt für einen weltoffenen und friedfertigen Islam. Es geht um Musiker und Poeten, die Macht der Frauen, Kamelhirten und Ex-Rebellen. Man spricht unverhohlen über al-Qaida – „Feiglinge“ -, die wachsende Bedrohung des saharischen Friedens durch militante Salafisten und dem Wunsch nach einem dauerhaften Frieden in der Region.