Werden Sie Deutscher

  • GenreDokumentarfilm
  • RegieBritt Beyer
  • LandDE
  • Jahr2011
  • Länge84 min

Der Film begleitet die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule, zeigt ihre persönlichen Motivationen und Mühen und das Bild, das Deutschland in den Lehrmaterialien von sich selbst entwirft. Während Menschen aus aller Welt lernen was es heißt, deutsch zu sein, lernt der Zuschauer was es bedeutet, ein Immigrant in Deutschland zu sein und wird mit seinem Selbstbild als Deutscher konfrontiert. Das ist häufig komisch, manchmal absurd und gelegentlich auch tragisch – ein Film, der Verständnis schafft und verbindet.

WERDEN SIE DEUTSCHER begleitet zehn Monate lang die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule in Unterricht und Alltag. In 600 Unterrichtsstunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs lernen Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen nicht nur die deutsche Sprache, sondern ihnen wird auch vermittelt, wie man sich in Deutschland zu verhalten hat: einem Beamten der Ausländerbehörde schenkt man keine Pralinen und zu einem Termin muss man „auf die Minute genau“ kommen, denn „Zeit ist Geld“.

Die Unterrichtsinhalte im Sprachkurs sind alltagsorientiert, es geht um die persönliche Lebenssituation, um Familie, Einkaufen, Freizeit. Um Ämter und Behörden, Ausbildung und Beruf. Der Orientierungskurs, der sich an den Sprachkurs anschließt, soll im Eiltempo eine Identifizierung mit Deutschland herstellen. Die Teilnehmer werden aufgeklärt über Bund und Länder, Demokratie und Rechtsstaat, Parteien und Bundestagswahl, den Nationalsozialismus und die Wiedervereinigung, über die 100 größten Deutschen, über Rechte und Pflichten eines deutschen Staatsbürgers. Das Pensum der Kurse ist enorm und die Durchfallquote hoch. Alle Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben wollen, können seit dem neuen Zuwanderungsgesetz zu einem Integrationskurs verpflichtet werden. Vom Bestehen der Prüfung kann ihre Arbeitserlaubnis, der Bezug von Sozialleistungen oder die Aufenthaltserlaubnis abhängen. Für einige der Teilnehmer ist das von existentieller Bedeutung; es geht um ihre Zukunft, um die Möglichkeit zu arbeiten und zu bleiben. WERDEN SIE DEUTSCHER porträtiert Schüler und Schülerinnen eines Integrationskurses in einer dokumentarischen Langzeitbeobachtung. Im Alltag der Protagonisten können wir überprüfen ob das Wunschbild, das Deutschland von sich selbst im Unterricht zeichnet, mit der Lebenswirklichkeit der Kursteilnehmer übereinstimmt. Wir erleben Situationen von absurder Komik, und existentieller Tragik. Und sind aufgefordert, uns zu unserer eigenen Identität zu verhalten:

Was ist denn eigentlich deutsche Kultur und wer definiert sie?

Und kann man Integration verordnen? Ab wann ist ein Mensch „integriert“?

Werden Sie Deutscher

Britt Beyer, DE 2011, 84min

Der Film begleitet die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule, zeigt ihre persönlichen Motivationen und Mühen und das Bild, das Deutschland in den Lehrmaterialien von sich selbst entwirft. Während Menschen aus aller Welt lernen was es heißt, deutsch zu sein, lernt der Zuschauer was es bedeutet, ein Immigrant in Deutschland zu sein und wird mit seinem Selbstbild als Deutscher konfrontiert. Das ist häufig komisch, manchmal absurd und gelegentlich auch tragisch – ein Film, der Verständnis schafft und verbindet.

WERDEN SIE DEUTSCHER begleitet zehn Monate lang die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule in Unterricht und Alltag. In 600 Unterrichtsstunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs lernen Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen nicht nur die deutsche Sprache, sondern ihnen wird auch vermittelt, wie man sich in Deutschland zu verhalten hat: einem Beamten der Ausländerbehörde schenkt man keine Pralinen und zu einem Termin muss man „auf die Minute genau“ kommen, denn „Zeit ist Geld“.

Die Unterrichtsinhalte im Sprachkurs sind alltagsorientiert, es geht um die persönliche Lebenssituation, um Familie, Einkaufen, Freizeit. Um Ämter und Behörden, Ausbildung und Beruf. Der Orientierungskurs, der sich an den Sprachkurs anschließt, soll im Eiltempo eine Identifizierung mit Deutschland herstellen. Die Teilnehmer werden aufgeklärt über Bund und Länder, Demokratie und Rechtsstaat, Parteien und Bundestagswahl, den Nationalsozialismus und die Wiedervereinigung, über die 100 größten Deutschen, über Rechte und Pflichten eines deutschen Staatsbürgers. Das Pensum der Kurse ist enorm und die Durchfallquote hoch. Alle Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben wollen, können seit dem neuen Zuwanderungsgesetz zu einem Integrationskurs verpflichtet werden. Vom Bestehen der Prüfung kann ihre Arbeitserlaubnis, der Bezug von Sozialleistungen oder die Aufenthaltserlaubnis abhängen. Für einige der Teilnehmer ist das von existentieller Bedeutung; es geht um ihre Zukunft, um die Möglichkeit zu arbeiten und zu bleiben. WERDEN SIE DEUTSCHER porträtiert Schüler und Schülerinnen eines Integrationskurses in einer dokumentarischen Langzeitbeobachtung. Im Alltag der Protagonisten können wir überprüfen ob das Wunschbild, das Deutschland von sich selbst im Unterricht zeichnet, mit der Lebenswirklichkeit der Kursteilnehmer übereinstimmt. Wir erleben Situationen von absurder Komik, und existentieller Tragik. Und sind aufgefordert, uns zu unserer eigenen Identität zu verhalten:

Was ist denn eigentlich deutsche Kultur und wer definiert sie?

Und kann man Integration verordnen? Ab wann ist ein Mensch „integriert“?