Visham – Queer Cinema aus Indien

  • GenreDokumentarfilm

Im Juli 2009 strich der Oberste indische Gerichtshof den Abschnitt aus dem Strafgesetzbuch, der Homosexualität unter Strafe stellte. Die Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung und Geschlechteridentitäten hat in Indien größte Aktualität, queere Menschen sind in der indischen Öffentlichkeit und den Medien präsent. Visham (im Hindi so viel wie unangepasst, abzulehnen, rauh, schwer zu verstehen) präsentiert an vier Abenden Filme, die zeigen, wie sich die indische Gesellschaft mit der Problematik „anderer“ sexueller Orientierung auseinandersetzt, mit welchen Hindernissen Menschen dort konfrontiert sind. In Kooperation mit Deutsch-Indische Gesellschaft e.V., Deutsch-Indische Zusammenarbeit Nord e.V. und ECOMOVE International e.V. Die Reihe wird gefördert durch die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung, die Behörde für Kultur, Sport und Medien Hamburg, den Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V., die Hamburger Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. und den Fachschaftsrat Indologie/Tibetologie der Uni Hamburg.

New Delhis Pride 2009
Ranjit Monga (Dokumentarfilm, Indien 2009, 6 min., Hindi/Englisch mit engl. UT)

Ein Kurzfilm, der die Stimmung auf der zweiten LGBT-Pride-Parade (lesbian, gay, bisexual, and transgender) in Neu Delhi einfängt, kurz vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs.

Make Ups
Jehangir Jani (Dokumentarfilm, Indien 2005, 9 min)

Ein Tag im Leben dreier Personen aus Mumbai: Eine alternde Schauspielerin, eine Prostituierte und eine schwule Schreibkraft. Eingebunden in die Suche nach ihren eigenen Lebensutopien werden alle drei Charaktere aufgrund ihrer Sehnsüchte von der Gesellschaft abgelehnt.

Our Family
Dr. Anjali Monteiro, Dr. K. P. Jayasankar
(Dokumentarfilm, Indien 2007, 56 min, Tamil mit engl. UT)

Der Film stellt das Ein-Personen-Theaterstück „Nirvanam“ einer Familie aus weiblichen Transgenders in Tamil Nadu gegenüber. Aasha, Seetha und Dhana sind Aravani (Hijras) und über drei Generationen per Adoption miteinander verbunden. „Nirvanam“ (Befreiung) thematisiert die Transformation zur Frau. Die Schmerzen, Freuden und Dilemmata dieses „Anderswerdens“ sind auch das Motiv des Films, der die Performance, Lebensgeschichten und den Alltag miteinander verwebt und dabei die Trennlinie zwischen „uns“ und „denen“ in Frage stellt.

Visham – Queer Cinema aus Indien

Im Juli 2009 strich der Oberste indische Gerichtshof den Abschnitt aus dem Strafgesetzbuch, der Homosexualität unter Strafe stellte. Die Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung und Geschlechteridentitäten hat in Indien größte Aktualität, queere Menschen sind in der indischen Öffentlichkeit und den Medien präsent. Visham (im Hindi so viel wie unangepasst, abzulehnen, rauh, schwer zu verstehen) präsentiert an vier Abenden Filme, die zeigen, wie sich die indische Gesellschaft mit der Problematik „anderer“ sexueller Orientierung auseinandersetzt, mit welchen Hindernissen Menschen dort konfrontiert sind. In Kooperation mit Deutsch-Indische Gesellschaft e.V., Deutsch-Indische Zusammenarbeit Nord e.V. und ECOMOVE International e.V. Die Reihe wird gefördert durch die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung, die Behörde für Kultur, Sport und Medien Hamburg, den Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V., die Hamburger Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. und den Fachschaftsrat Indologie/Tibetologie der Uni Hamburg.

New Delhis Pride 2009
Ranjit Monga (Dokumentarfilm, Indien 2009, 6 min., Hindi/Englisch mit engl. UT)

Ein Kurzfilm, der die Stimmung auf der zweiten LGBT-Pride-Parade (lesbian, gay, bisexual, and transgender) in Neu Delhi einfängt, kurz vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs.

Make Ups
Jehangir Jani (Dokumentarfilm, Indien 2005, 9 min)

Ein Tag im Leben dreier Personen aus Mumbai: Eine alternde Schauspielerin, eine Prostituierte und eine schwule Schreibkraft. Eingebunden in die Suche nach ihren eigenen Lebensutopien werden alle drei Charaktere aufgrund ihrer Sehnsüchte von der Gesellschaft abgelehnt.

Our Family
Dr. Anjali Monteiro, Dr. K. P. Jayasankar
(Dokumentarfilm, Indien 2007, 56 min, Tamil mit engl. UT)

Der Film stellt das Ein-Personen-Theaterstück „Nirvanam“ einer Familie aus weiblichen Transgenders in Tamil Nadu gegenüber. Aasha, Seetha und Dhana sind Aravani (Hijras) und über drei Generationen per Adoption miteinander verbunden. „Nirvanam“ (Befreiung) thematisiert die Transformation zur Frau. Die Schmerzen, Freuden und Dilemmata dieses „Anderswerdens“ sind auch das Motiv des Films, der die Performance, Lebensgeschichten und den Alltag miteinander verwebt und dabei die Trennlinie zwischen „uns“ und „denen“ in Frage stellt.