Olanda

  • GenreDokumentarfilm
  • RegieBernd Schoch
  • LandDE
  • Jahr2019
  • Länge154 min
  • SpracheOmU
  • Websitevisit

Ein wucherndes Myzel. Der Sternenhimmel über den rumänischen Karpaten. Die ersten zwei Bilder stecken die Dimensionen ab, denen sich Olanda widmet: Details und feine Strukturen auf der einen, Konstellationen und das große Ganze auf der anderen Seite. Im Zentrum steht dabei ein saisonales Wirtschaftsgut der Gegend – der Pilz. Unter den Menschen sind ihm die Sammler*innen am nächsten und der Film ist vor allem bei ihnen, auf Gängen durch den Wald, im Zeltlager, bei Autofahrten und Gesprächen. Von hier aus folgt er den rhizomartigen Verästelungen, die sich in Form von Geld immer weiter verzweigen: zu lokalen und international agierenden Händlern, zu einem improvisierten Schuhmarkt auf einer Lichtung, zum Glücksspiel unter Kollegen. Der Film erzählt von diesen Handelskreisläufen, indem er selbst eine pilzähnliche Struktur annimmt, ohne dabei je sein gedankliches Zentrum zu verlieren. Jenseits einer Analyse von ökonomischen Strukturen aber ist er auch das sinnliche Dokument eines Rhythmus des Alltags im Wald, wie ihn die Sammler als erstes Glied in der Verwertungskette erleben. Im Kino wird er als audiovisueller Pilz-Trip in die magische Welt der karpatischen Wälder erfahrbar. (Alejandro Bachmann)

Bernd Schoch wurde 1971 in Ettlingen bei Karlsruhe geboren. Von 2000 bis 2007 studierte er Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Von 2008 bis 2016 war er Künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2008 ist Bernd Schoch Mitglied des Kollektivs Dokumentarfilmwoche Hamburg. Er lebt und arbeitet als Filmemacher in Hamburg.

Zu Gast: Bernd Schoch

Olanda

Bernd Schoch, DE 2019, 154min, OmU

Ein wucherndes Myzel. Der Sternenhimmel über den rumänischen Karpaten. Die ersten zwei Bilder stecken die Dimensionen ab, denen sich Olanda widmet: Details und feine Strukturen auf der einen, Konstellationen und das große Ganze auf der anderen Seite. Im Zentrum steht dabei ein saisonales Wirtschaftsgut der Gegend – der Pilz. Unter den Menschen sind ihm die Sammler*innen am nächsten und der Film ist vor allem bei ihnen, auf Gängen durch den Wald, im Zeltlager, bei Autofahrten und Gesprächen. Von hier aus folgt er den rhizomartigen Verästelungen, die sich in Form von Geld immer weiter verzweigen: zu lokalen und international agierenden Händlern, zu einem improvisierten Schuhmarkt auf einer Lichtung, zum Glücksspiel unter Kollegen. Der Film erzählt von diesen Handelskreisläufen, indem er selbst eine pilzähnliche Struktur annimmt, ohne dabei je sein gedankliches Zentrum zu verlieren. Jenseits einer Analyse von ökonomischen Strukturen aber ist er auch das sinnliche Dokument eines Rhythmus des Alltags im Wald, wie ihn die Sammler als erstes Glied in der Verwertungskette erleben. Im Kino wird er als audiovisueller Pilz-Trip in die magische Welt der karpatischen Wälder erfahrbar. (Alejandro Bachmann)

Bernd Schoch wurde 1971 in Ettlingen bei Karlsruhe geboren. Von 2000 bis 2007 studierte er Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Von 2008 bis 2016 war er Künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2008 ist Bernd Schoch Mitglied des Kollektivs Dokumentarfilmwoche Hamburg. Er lebt und arbeitet als Filmemacher in Hamburg.

Zu Gast: Bernd Schoch