Manche mögen‘s falsch

  • GenreDokumentarfilm
  • RegieStanislaw Mucha
  • LandD
  • Jahr2025
  • Länge90 min
  • SpracheOmU
  • Websitevisit

In der südchinesischen Stadt Dafen entstehen täglich Millionen Meisterwerke: Ein Gerhard Richter ist ab 30 Euro zu haben, ein kleiner van Gogh kostet 45 Euro, seine ‘Sonnenblumen‘ in mittelgroß 100. Monets ‘Seerosen‘ 120, Rembrandts Selbstporträts 150 und für das Lächeln der Mona Lisa muss man um die 200 blechen, weil es angeblich für Chinesen nicht so einfach ist, sie abzumalen.
Der Output der Fälscherstadt ist gigantisch: Über 10 Millionen Bilder werden hier pro Jahr hergestellt. Tausende von Malern pinseln Tag und Nacht auf kleinstem Raum die Werke großer Meister, die vor allem in Großbestellungen nach Europa und Amerika verkauft werden. Dafens fleißige Bewohner*innen leben von, mit und trotz der großen Kunst, Kinder wachsen zwischen Klimts Kuss und Munchs Schrei auf, Familien schlafen unter van Goghs Sternennacht, beobachtet von Vermeers Mädchen mit den Perlenohrringen.
Mit feiner Ironie und scharfem Blick reflektiert ein „echter“ Mucha über Authentizität, Kreativität, Wertschöpfung – und die Frage, was ein Original eigentlich heute noch bedeutet.

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Manche mögen‘s falsch

Stanislaw Mucha, D 2025, 90min, OmU

In der südchinesischen Stadt Dafen entstehen täglich Millionen Meisterwerke: Ein Gerhard Richter ist ab 30 Euro zu haben, ein kleiner van Gogh kostet 45 Euro, seine ‘Sonnenblumen‘ in mittelgroß 100. Monets ‘Seerosen‘ 120, Rembrandts Selbstporträts 150 und für das Lächeln der Mona Lisa muss man um die 200 blechen, weil es angeblich für Chinesen nicht so einfach ist, sie abzumalen.
Der Output der Fälscherstadt ist gigantisch: Über 10 Millionen Bilder werden hier pro Jahr hergestellt. Tausende von Malern pinseln Tag und Nacht auf kleinstem Raum die Werke großer Meister, die vor allem in Großbestellungen nach Europa und Amerika verkauft werden. Dafens fleißige Bewohner*innen leben von, mit und trotz der großen Kunst, Kinder wachsen zwischen Klimts Kuss und Munchs Schrei auf, Familien schlafen unter van Goghs Sternennacht, beobachtet von Vermeers Mädchen mit den Perlenohrringen.
Mit feiner Ironie und scharfem Blick reflektiert ein „echter“ Mucha über Authentizität, Kreativität, Wertschöpfung – und die Frage, was ein Original eigentlich heute noch bedeutet.