Fundstücke: Internationale Sportfilmtage Oberhausen 1968–75: Moving Bodies, Moving Images – Sports and Beyond
- GenreDokumentarfilm
Der kleine Mann gegen das Große, der Kampf gegen den eigenen Körper, die Überwindung aller Widerstände: Reporterstimme und dokumentarische Kamera sollen die Superlative bezeugen, die Märchen von Triumph oder auch Niederlage im Wahrhaftigen verankern. Dabei wohnt gerade in der Schnappatmung und im stimmlichen Überschlag des Off-Erzählers das Pathos einer sehr eigenen und in den 60er- bis 80er-Jahren noch fast ausschließlich männlichen Hysterie.
Die ›Sportfilmtage Oberhausen‹, die in den ausgehenden 60er-Jahren Einreichungen aus aller Welt sortierten, liefern einen eindrucksvollen Fundus dieser Gattung. Dank Christian Schöns (Archivar bei den Oberhausener Kurzfilmtagen) Überblick und Kennerschaft des Genres, können wir einen Ausschnitt aus dieser Bilder- und Denkwelt zeigen und sie im Geiste mit den Neigungen, Manipulationen und Leidenschaften aus den aktuellen Sportstunden des Fernsehens und des Kinos abgleichen. Seit ihren Anfängen sind die bewegten Bilder fasziniert von bewegten Körpern. Und wo sonst als im Sport findet man körperliche Agilität und Mobilität so hervorgehoben präsentiert. Tatsächlich zeigen viele der frühen Filmproduktionen rennende, springende, schlagende und schießende Menschen. Allerdings: In der Welt der Hollywood-Geschichten geriet der Sport in den Hintergrund; seine eigentliche Heimstatt wurde schließlich das Live-Fernsehen. In den drei Filmprogrammen „Bewegte Bilder, bewegte Körper“ sind die Facetten des Sports zu sehen, die hinter Live-Event und großem Drama verloren gehen – aber im Kurzfilm einen Verbündeten haben. Schwerpunkte liegen dabei auf dem Team und was es zusammenhält, auf dem Kampf, gegen sich selbst und andere, und auf dem Gefühl der Zugehörigkeit, das der Sport zu fabrizieren weiß. Ergänzt wird der Blick auf die bewegten Körper mit experimentellen Annäherungen und Musikvideos.
Kurator: Christian Schön
Fundstücke: Internationale Sportfilmtage Oberhausen 1968–75: Moving Bodies, Moving Images – Sports and Beyond
Der kleine Mann gegen das Große, der Kampf gegen den eigenen Körper, die Überwindung aller Widerstände: Reporterstimme und dokumentarische Kamera sollen die Superlative bezeugen, die Märchen von Triumph oder auch Niederlage im Wahrhaftigen verankern. Dabei wohnt gerade in der Schnappatmung und im stimmlichen Überschlag des Off-Erzählers das Pathos einer sehr eigenen und in den 60er- bis 80er-Jahren noch fast ausschließlich männlichen Hysterie.
Die ›Sportfilmtage Oberhausen‹, die in den ausgehenden 60er-Jahren Einreichungen aus aller Welt sortierten, liefern einen eindrucksvollen Fundus dieser Gattung. Dank Christian Schöns (Archivar bei den Oberhausener Kurzfilmtagen) Überblick und Kennerschaft des Genres, können wir einen Ausschnitt aus dieser Bilder- und Denkwelt zeigen und sie im Geiste mit den Neigungen, Manipulationen und Leidenschaften aus den aktuellen Sportstunden des Fernsehens und des Kinos abgleichen. Seit ihren Anfängen sind die bewegten Bilder fasziniert von bewegten Körpern. Und wo sonst als im Sport findet man körperliche Agilität und Mobilität so hervorgehoben präsentiert. Tatsächlich zeigen viele der frühen Filmproduktionen rennende, springende, schlagende und schießende Menschen. Allerdings: In der Welt der Hollywood-Geschichten geriet der Sport in den Hintergrund; seine eigentliche Heimstatt wurde schließlich das Live-Fernsehen. In den drei Filmprogrammen „Bewegte Bilder, bewegte Körper“ sind die Facetten des Sports zu sehen, die hinter Live-Event und großem Drama verloren gehen – aber im Kurzfilm einen Verbündeten haben. Schwerpunkte liegen dabei auf dem Team und was es zusammenhält, auf dem Kampf, gegen sich selbst und andere, und auf dem Gefühl der Zugehörigkeit, das der Sport zu fabrizieren weiß. Ergänzt wird der Blick auf die bewegten Körper mit experimentellen Annäherungen und Musikvideos.
Kurator: Christian Schön