Freistaat Mittelpunkt

Dokumentarfilmwoche Hamburg
Weltpremiere
  • GenreDokumentarfilm
  • RegieKai Ehlers
  • LandDE
  • Jahr2019
  • Länge79 min
  • SprachedF

Nachdem er von den Nationalsozialisten zwangssterilisiert wurde, lebte Ernst Otto Karl Grassmé für den Rest seines Lebens im Wald. In Briefen hat er sein Leben erzählt. »Der Film hat mich ganz schön aufgewühlt. Unmöglich, sich dem zu entziehen. Dabei hat auch eine Rolle gespielt, dass mir das, was zu sagen ist, nicht von Kommentaren abgenommen wird. Ich fühle mich ganz in der Verantwortung mich für die Rolle der Justiz zu schämen, die nach 1945 schamlos die Rolle der Nazijustiz (Erbgesundheitsgesetz) in die Bundesrepublik übernommen hat – bis 1991. Genial finde ich die Bildgestaltung. Sie illustriert nicht so Furchtbares wie Akten, Gesetze und selbstgerechte Kommentatoren. Sie kreiert dagegen so etwas Kreatives wie die bäuerlichen Wiesen, Felder, Weiden, Wälder, in denen die Betroffenen zu Hause sind. Weit weg von den Selbstgerechten in ihren Amtsstuben. Der Film ergänzt fundamental die trockene, wissenschaftliche, an Akten ausgerichtete zeitgeschichtliche Forschung. Er ist anschaulich, zielt in so was Anschauliches wie Altbekanntes, nämlich ins Gemüt. Oder anders ausgedrückt: Er ist maximal anschauenswert.«
(Dietrich Kuhlbrodt, einer der Crowdfunder, in einer persönlichen Vorabkritik)

zu Gast: Kai Ehlers

16. Dokumentarfilmwoche Hamburg
04.04.2019 20:00
Dokumentarfilmwoche Hamburg
Weltpremiere

Freistaat Mittelpunkt

Kai Ehlers, DE 2019, 79min

Nachdem er von den Nationalsozialisten zwangssterilisiert wurde, lebte Ernst Otto Karl Grassmé für den Rest seines Lebens im Wald. In Briefen hat er sein Leben erzählt. »Der Film hat mich ganz schön aufgewühlt. Unmöglich, sich dem zu entziehen. Dabei hat auch eine Rolle gespielt, dass mir das, was zu sagen ist, nicht von Kommentaren abgenommen wird. Ich fühle mich ganz in der Verantwortung mich für die Rolle der Justiz zu schämen, die nach 1945 schamlos die Rolle der Nazijustiz (Erbgesundheitsgesetz) in die Bundesrepublik übernommen hat – bis 1991. Genial finde ich die Bildgestaltung. Sie illustriert nicht so Furchtbares wie Akten, Gesetze und selbstgerechte Kommentatoren. Sie kreiert dagegen so etwas Kreatives wie die bäuerlichen Wiesen, Felder, Weiden, Wälder, in denen die Betroffenen zu Hause sind. Weit weg von den Selbstgerechten in ihren Amtsstuben. Der Film ergänzt fundamental die trockene, wissenschaftliche, an Akten ausgerichtete zeitgeschichtliche Forschung. Er ist anschaulich, zielt in so was Anschauliches wie Altbekanntes, nämlich ins Gemüt. Oder anders ausgedrückt: Er ist maximal anschauenswert.«
(Dietrich Kuhlbrodt, einer der Crowdfunder, in einer persönlichen Vorabkritik)

zu Gast: Kai Ehlers

16. Dokumentarfilmwoche Hamburg
04.04.2019