Erde (Zemlja)

Stummfilm mit Live-Musik
  • GenreDokumentarfilm
  • RegieAlexander Dowschenko
  • LandUdSSR
  • Jahr1930
  • Länge78 min
  • SpracheOmU

Im reichen Kosmos der innovativen Regisseure des frühen sowjetrussischen Kinos nimmt der ukrainische Regisseur Alexander Dowschenko eine Sonderstellung als eigenwilliger Filmpoet ein. Seine Filme, die meist in Kiew und Odessa gedreht wurden, kamen oft zensiert in die sowjetischen Kinos oder wurden ganz zurückgezogen. ERDE erzählt von der Umgestaltung der sowjetischen Ukraine, vom Gegensatz zwischen der alten Welt der Großgrundbesitzer, der »Kulaken«, und der neuen kommunistischen Jugend. Die Handlung findet in einem kleinen ukrainischen Dorf statt, in dem man ungeduldig auf einen Traktor wartet, der der dortigen Kolchose vom Stadtbezirkskomitee versprochen wurde. Als der Traktor endlich da ist, kommt es zum Konflikt: weil der junge Traktorist Wassili es wagt, die Grenzsteine umzupflügen, die bis dahin die Felder der Großgrundbesitzer markierten, wird er von einem Kulaken erschossen. Der Film entstand im historischen Kontext des ersten Fünf-Jahres-Plans und musste um vier Szenen gekürzt werden, die der Prüderie der stalinistischen Zensur zum Opfer fielen.

In der 2021 erstellten Liste der 100 besten Filme in der Geschichte des ukrainischen Kinos landete der Film auf dem zweiten Platz.

Das auch international anerkannte Meisterwerk der Weltkinematographie wird live begleitet von Beatrice Gamza (Gitarre) und Hans-Christoph Hartmann (Saxophon).

Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Erde_(1930)

Stummfilm mit Live-Musik

Erde (Zemlja)

Alexander Dowschenko, UdSSR 1930, 78min, OmU

Im reichen Kosmos der innovativen Regisseure des frühen sowjetrussischen Kinos nimmt der ukrainische Regisseur Alexander Dowschenko eine Sonderstellung als eigenwilliger Filmpoet ein. Seine Filme, die meist in Kiew und Odessa gedreht wurden, kamen oft zensiert in die sowjetischen Kinos oder wurden ganz zurückgezogen. ERDE erzählt von der Umgestaltung der sowjetischen Ukraine, vom Gegensatz zwischen der alten Welt der Großgrundbesitzer, der »Kulaken«, und der neuen kommunistischen Jugend. Die Handlung findet in einem kleinen ukrainischen Dorf statt, in dem man ungeduldig auf einen Traktor wartet, der der dortigen Kolchose vom Stadtbezirkskomitee versprochen wurde. Als der Traktor endlich da ist, kommt es zum Konflikt: weil der junge Traktorist Wassili es wagt, die Grenzsteine umzupflügen, die bis dahin die Felder der Großgrundbesitzer markierten, wird er von einem Kulaken erschossen. Der Film entstand im historischen Kontext des ersten Fünf-Jahres-Plans und musste um vier Szenen gekürzt werden, die der Prüderie der stalinistischen Zensur zum Opfer fielen.

In der 2021 erstellten Liste der 100 besten Filme in der Geschichte des ukrainischen Kinos landete der Film auf dem zweiten Platz.

Das auch international anerkannte Meisterwerk der Weltkinematographie wird live begleitet von Beatrice Gamza (Gitarre) und Hans-Christoph Hartmann (Saxophon).

Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Erde_(1930)