Mein Vater, der Gastarbeiter
Yüksel Yavuz, D 1994, 52 min, BetaSP
Der autobiographische Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer kurdischen Familien, deren Vater 1968 dem Ruf der deutschen Industrie folgte und sechzehn Jahre in einer Hamburger Werft arbeitete. Außer seinem Arbeitsplatz kannte er nur zwei andere Wege. Den zum Fischmarkt und den ins Kaffeehaus. Um nicht gänzlich zu vereinsamen holte er 1980 zwei seiner Söhne nach Hamburg, bevor er 1984 selbst wieder zurück nach Kurdistan ging. Der heute in Berlin lebende Regisseur ist einer der Söhne. Für die Dreharbeiten holte er seine Eltern 1994 noch einmal nach Hamburg. Ein berührendes Zeitdokument dem es gelingt gleichzeitig ein Stück ganz persönliche Lebensgeschichte nachzuzeichnen und nachhaltig Einblick zu geben in ein Stück gesellschaftsprägende Politikgeschichte.
21.00 Uhr
Close up Kurdistan
Yüksel Yavuz, D 2007, 104 min, BetaSP
In seinem zweiten Dokumentarfilm stellt Yavuz eine Verbindung zwischen seiner persönlichen Geschichte als Migrant und dem türkisch–kurdischen Konflikt her. Seine Reise beginnt in Hamburg, führt über Stockholm, in die Türkei und endet im irakischen Kurdistan. Auf seinem Weg trifft er ganz unterschiedliche Menschen, die noch in der Türkei oder aber im Exil leben. Nach dem Besuch bei seinen Eltern im Dorf wo er Verwandten und alten Freunden begegnet, trifft er u.a. in Ankara, Istanbul und Diyarbakir Protagonisten wie den kurdischen Kultwissenschaftler Dr. İsmail BEŞİKÇİ, der 17 Jahre in türkischer Gefangenschaft verbrachte. Oder Abdulkadir AYGAN, der als „Contra–Guerilla“ gegen die kurdischen Oppositionellen vorging.
Ein weiterer Yavuz Film der Geschichte nahe zu bringen vermag, indem er politische Fakten mit persönlichen Schicksalen verbindet.
Info und Fotos: http://www.closeup-kurdistan.de
Zwischen und nach beiden Filmen im Gespräch: Yüksel Yavuz
Regisseur Yüksel Yavuz wurde 1964 in Karakocan, dem kurdischen Teil der Türkei geboren. Er kam 1980 in seinem 16ten Lebensjahr nach Hamburg, wo er zunächst eine „Maßnahme zur beruflichen und sozialen Eingliederung für junge Ausländer“ besuchte. Für kurze Zeit arbeitete er in einer Fleischfabrik, wie sein Filmheld Cem in „Aprilkinder“. Nach dem Studium der Soziologie und Volkswirtschaft, studierte er von 1992 bis 1996 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1994 drehte er den Dokumentarfilm „Mein Vater, der Gastarbeiter“, in dem er seine eigene Familiengeschichte thematisiert. Auch sein Debütfilm im Spielfilmbereich „Aprilkinder“ handelt von der Situation von Migranten in Deutschland sowie der Kurdenthematik.
Mein Vater, der Gastarbeiter
Yüksel Yavuz, D 1994, 52 min, BetaSP
Der autobiographische Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer kurdischen Familien, deren Vater 1968 dem Ruf der deutschen Industrie folgte und sechzehn Jahre in einer Hamburger Werft arbeitete. Außer seinem Arbeitsplatz kannte er nur zwei andere Wege. Den zum Fischmarkt und den ins Kaffeehaus. Um nicht gänzlich zu vereinsamen holte er 1980 zwei seiner Söhne nach Hamburg, bevor er 1984 selbst wieder zurück nach Kurdistan ging. Der heute in Berlin lebende Regisseur ist einer der Söhne. Für die Dreharbeiten holte er seine Eltern 1994 noch einmal nach Hamburg. Ein berührendes Zeitdokument dem es gelingt gleichzeitig ein Stück ganz persönliche Lebensgeschichte nachzuzeichnen und nachhaltig Einblick zu geben in ein Stück gesellschaftsprägende Politikgeschichte.
21.00 Uhr
Close up Kurdistan
Yüksel Yavuz, D 2007, 104 min, BetaSP
In seinem zweiten Dokumentarfilm stellt Yavuz eine Verbindung zwischen seiner persönlichen Geschichte als Migrant und dem türkisch–kurdischen Konflikt her. Seine Reise beginnt in Hamburg, führt über Stockholm, in die Türkei und endet im irakischen Kurdistan. Auf seinem Weg trifft er ganz unterschiedliche Menschen, die noch in der Türkei oder aber im Exil leben. Nach dem Besuch bei seinen Eltern im Dorf wo er Verwandten und alten Freunden begegnet, trifft er u.a. in Ankara, Istanbul und Diyarbakir Protagonisten wie den kurdischen Kultwissenschaftler Dr. İsmail BEŞİKÇİ, der 17 Jahre in türkischer Gefangenschaft verbrachte. Oder Abdulkadir AYGAN, der als „Contra–Guerilla“ gegen die kurdischen Oppositionellen vorging.
Ein weiterer Yavuz Film der Geschichte nahe zu bringen vermag, indem er politische Fakten mit persönlichen Schicksalen verbindet.
Info und Fotos: http://www.closeup-kurdistan.de
Zwischen und nach beiden Filmen im Gespräch: Yüksel Yavuz
Regisseur Yüksel Yavuz wurde 1964 in Karakocan, dem kurdischen Teil der Türkei geboren. Er kam 1980 in seinem 16ten Lebensjahr nach Hamburg, wo er zunächst eine „Maßnahme zur beruflichen und sozialen Eingliederung für junge Ausländer“ besuchte. Für kurze Zeit arbeitete er in einer Fleischfabrik, wie sein Filmheld Cem in „Aprilkinder“. Nach dem Studium der Soziologie und Volkswirtschaft, studierte er von 1992 bis 1996 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1994 drehte er den Dokumentarfilm „Mein Vater, der Gastarbeiter“, in dem er seine eigene Familiengeschichte thematisiert. Auch sein Debütfilm im Spielfilmbereich „Aprilkinder“ handelt von der Situation von Migranten in Deutschland sowie der Kurdenthematik.