Die Strategie der Schnecke – Kampf dem Mietenwahnsinn!
GenreDokumentarfilm
RegieSergio Cabrera
LandCO
Jahr1993
Länge115 min
FormatDVD
Ein altes Mietshaus in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten und die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der „Casa Uribe“ lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero, ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle haben keine Chance, aber sie nutzen sie. Während Romero versucht, den Rausschmiss mit rechtlichen Kniffen herauszuzögern, entwickelt Jacinto einen schlitzohrigen Plan: Die Strategie der Schnecke…
Konstellationen wie in dem Kultfilm von 1993 gibt es auch in Hamburg seit Jahren immer wieder. Immobilienspekulation und Standortpolitik, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, neue Investorenarchitektur und die Mietenpolitik der SAGA forcieren die Verdrängung von einkommensschwächeren Menschen aus den innerstädtischen Quartieren. Wer hier seine Wohnung verliert, ist in der Regel gezwungen, den Stadtteil zu verlassen. So werden Menschen aus ihrem sozialen Gefüge gerissen, das ebenso zu einem wirklichen Zuhause gehören wie das Dach überm Kopf. Und so werden auch vielfältige, spannende Nachbarschaften entkernt, so mutiert die innere Stadt zum sterilen Ghetto der gehobenen Schichten und Touristen. Welche Strategien können wir dagegen setzen? Und was ist von der Wohnungspolitik des neuen Senats zu halten? Nur wieder neue Großsiedlungen am Stadtrand für die „Verlierer“ der ungebremsten Gentrifizierung?
Mit uns diskutieren Michael Joho (Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.), Jonas Füllner (Recht auf Stadt-Aktivist) und Jan van Aken (MdB, ehem. Hafenstraße). „Populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, mit viel Kraft und Spaß inszeniert“ (TIP)
Filmfestival Havanna: Beste Regie
Festival de Cine Ibero-Americano Huelva: Bester Film
Film und Diskussion mit Jonas Füllner (Recht auf Stadt-Aktivist), Michael Joho (Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.) und Jan van Aken (MdB)
Eintritt frei
Die Strategie der Schnecke – Kampf dem Mietenwahnsinn!
Sergio Cabrera, CO 1993, 115min
Ein altes Mietshaus in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten und die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der „Casa Uribe“ lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero, ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle haben keine Chance, aber sie nutzen sie. Während Romero versucht, den Rausschmiss mit rechtlichen Kniffen herauszuzögern, entwickelt Jacinto einen schlitzohrigen Plan: Die Strategie der Schnecke…
Konstellationen wie in dem Kultfilm von 1993 gibt es auch in Hamburg seit Jahren immer wieder. Immobilienspekulation und Standortpolitik, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, neue Investorenarchitektur und die Mietenpolitik der SAGA forcieren die Verdrängung von einkommensschwächeren Menschen aus den innerstädtischen Quartieren. Wer hier seine Wohnung verliert, ist in der Regel gezwungen, den Stadtteil zu verlassen. So werden Menschen aus ihrem sozialen Gefüge gerissen, das ebenso zu einem wirklichen Zuhause gehören wie das Dach überm Kopf. Und so werden auch vielfältige, spannende Nachbarschaften entkernt, so mutiert die innere Stadt zum sterilen Ghetto der gehobenen Schichten und Touristen. Welche Strategien können wir dagegen setzen? Und was ist von der Wohnungspolitik des neuen Senats zu halten? Nur wieder neue Großsiedlungen am Stadtrand für die „Verlierer“ der ungebremsten Gentrifizierung?
Mit uns diskutieren Michael Joho (Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.), Jonas Füllner (Recht auf Stadt-Aktivist) und Jan van Aken (MdB, ehem. Hafenstraße). „Populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, mit viel Kraft und Spaß inszeniert“ (TIP)
Filmfestival Havanna: Beste Regie
Festival de Cine Ibero-Americano Huelva: Bester Film
Film und Diskussion mit Jonas Füllner (Recht auf Stadt-Aktivist), Michael Joho (Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.) und Jan van Aken (MdB)