„A Picture a Day“ – Das Filmtagebuch der Anne Charlotte Robertson

Kurzfilm Festival Hamburg
  • GenreDokumentarfilm

Seit 1976 zeichnete Anne Charlotte Robertson ihr Leben auf. Die Super-8-Kamera war ihr ständiger Begleiter. Mit ihr dokumentierte sie Alltag, Nervenzusammenbrüche, Visionen, Illusionen und ihren eigenen Tod. In der persönlichen Handschrift der 1949 in Boston geborenen Robertson, eine Kombination aus Essay, Performance und Stop-Motion-Animation, entstand eine schonungslose Selbstanalyse – kaum unterbrochen durch die ihr diagnostizierten wechselnden geistigen Krankheiten und Gemütszustände. Unsere erste Begegnung mit ihrem Werk fand 1994 beim 10. Internationalen KurzFilmfestival in Hamburg statt. Bei NoBudget zeigten wir dann regelmäßig Teile ihres filmischen Tagebuchs. Dafür erhielt Robertson Preise und Auszeichnungen. War anfangs ein Großteil der Zuschauer entsetzt und ablehnend, wurde sie schließlich zur „Queen of NoBudget“. Ihr „Five Year Diary“ (1981–1997) ist eine fantastische Reise durch das Leben einer Frau des 20. Jahrhunderts. Die Begegnung mit ihrer Person, die in einem emotionalen inneren Dialog, zwischen Wahnsinn und Lebensfreude ums Überleben kämpft, lässt den Betrachter erschrecken und zugleich fasziniert teilhaben.

2012 verstarb Anne Charlotte Robertson an Krebs. Sie hinterließ ihr Lebenswerk dem Harvard Film Archive in Boston. Wir zeigen einige ausgewählte Arbeiten.

Kuratoren: Vida Kaluza, Giuseppe Gagliano, Jan Peters

30. Kurzfilm Festival Hamburg
04.06.2014 20:00
Kurzfilm Festival Hamburg

„A Picture a Day“ – Das Filmtagebuch der Anne Charlotte Robertson

Seit 1976 zeichnete Anne Charlotte Robertson ihr Leben auf. Die Super-8-Kamera war ihr ständiger Begleiter. Mit ihr dokumentierte sie Alltag, Nervenzusammenbrüche, Visionen, Illusionen und ihren eigenen Tod. In der persönlichen Handschrift der 1949 in Boston geborenen Robertson, eine Kombination aus Essay, Performance und Stop-Motion-Animation, entstand eine schonungslose Selbstanalyse – kaum unterbrochen durch die ihr diagnostizierten wechselnden geistigen Krankheiten und Gemütszustände. Unsere erste Begegnung mit ihrem Werk fand 1994 beim 10. Internationalen KurzFilmfestival in Hamburg statt. Bei NoBudget zeigten wir dann regelmäßig Teile ihres filmischen Tagebuchs. Dafür erhielt Robertson Preise und Auszeichnungen. War anfangs ein Großteil der Zuschauer entsetzt und ablehnend, wurde sie schließlich zur „Queen of NoBudget“. Ihr „Five Year Diary“ (1981–1997) ist eine fantastische Reise durch das Leben einer Frau des 20. Jahrhunderts. Die Begegnung mit ihrer Person, die in einem emotionalen inneren Dialog, zwischen Wahnsinn und Lebensfreude ums Überleben kämpft, lässt den Betrachter erschrecken und zugleich fasziniert teilhaben.

2012 verstarb Anne Charlotte Robertson an Krebs. Sie hinterließ ihr Lebenswerk dem Harvard Film Archive in Boston. Wir zeigen einige ausgewählte Arbeiten.

Kuratoren: Vida Kaluza, Giuseppe Gagliano, Jan Peters

30. Kurzfilm Festival Hamburg
04.06.2014