MärzApril 2020
PROGRAMM

BIS AUF WEITERES FALLEN DIESEN MONAT ALLE VORSTELLUNGEN
AUS DEN BEKANNTEN GRÜNDEN AUS! WIR MELDEN UNS WIEDER,
WENN DER VORSTELLUNGSBETRIEB WIEDER AUFGENOMMEN WIRD.



Donnerstag 30.04.20, 20.00 Uhr
         ‚WOMEN ON FIRE' präsentiert:


ALLE MACHT SUPER 8 oder Die ONE PUSSY SHOW 
Filme und Performance von und mit Anja Czioska

Seit den 1990er Jahren filmt Anja Czioska ihren Alltag, ihr Umfeld, sich selber.
Mit verschiedenen künstlerischen Strategien erforscht die in seit 1988
in Frankfurt lebende Künstlerin Anja Czioska ihr Umfeld. Sie hat die Filmklasse
von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt besucht und war Meisterschülerin
von Kurator Kasper König. Sie ist Mitbegründerin des Kunstverein Familie Montez,
eine der wichtigen Institutionen der zeitgenössischen Frankfurter Kunstszene.
Anja Czioska interessiert und forscht am Objekt selber. Kein festes Industrieobjekt,
dass in seiner Statik die Umfeld herausfordert - sondern der Körper selber,
der in seiner Wandlungsfähigkeit die Zeit abbildet. Damit folgt Anja Czioska
der zweiten feministischen Frauenbewegung, die als künstlerische Avantgarde die Rolle
der Frau und damit auch ihren Körper immer wieder zum Thema machte,
um Rollengefüge zum Wanken zu bringen. 
Lust und Amusement spielen für ihre Praxis eine wichtige Rolle. Duschen als Performance,
Strippen als Performance und gleichzeitig auf Trägermaterial gebannt.
Das Aussetzen des eigenen Körpers und damit das Überprüfen der Thesen ist
wichtiger Bestandteil der Strategie. Damit die Direktheit der Performance erfahrbar bleibt
ist Super8 das Mittel ihrer Wahl. Filmen als performativer Akt. 
Im Zentrum des Abends stehen Czioskas Duschfilme. Insgesamt entstanden seit 1991
bisher etwa 30 Duschfilme auf S-8/16mm, in Farbe und s/w. Neben der konkreten Dusche
als Ort bildet das filmische Tagebuch, dass Czioska seit Beginn ihrer Praxis führt,
den anderen Schwerpunkt des Abends.
Zusätzlich zeigt Czioska eine Auswahl ihrer neusten Arbeiten.
Performance life - erproben des Neuen. Die Auswahl wird auf Super-8 und 16mm
von der Künstlerin selber projiziert. Damit wird auch die Projektion zur Performance
und trägt somit den Leitgedanken von Anja Czioska weiter. Die zum Teil stummen Filme
bekommen durch das Rattern des Projektors eine eigene Stimme.

WOMEN ON FIRE präsentiert in unregelmäßigen Abständen ein radikal weibliches Kino,
dass die Grenzen der Gewissheit sprengt. Spielfilm, Porno, Kurzfilm.
Hybrid, direkt, unabhängig, abseits des kommerziellen Mainstreams.
Zusammen mit Gästen und Zuschauer*innen erforschen wir die Ränder des Kinos und
machen sie damit zum Zentrum. 

Maike Mia Höhne ist Kuratorin und Regisseurin. Von 2008 - 2019 hat sie den Wettbewerb
der Berlinale für Kurzfilme als Kuratorin geleitet: die Berlinale Shorts.
Seit 2019 ist sie die künstlerische Leiterin des Kurzfilm Festivals Hamburg.
Als Professorin für Film an der UE – University of Applied Science am Campus Hamburg
arbeitet sie eng mit dem Nachwuchs zusammen. Ihre Filme, Lang und Kurz,
sind im Verleih des Arsenal - Institut für Film und Videokunst.
Ihre Filmreihe WOMEN ON FIRE beschäftigt sich explizit mit einem radikalen weiblichen Kino,
dass die Grenzen der Gewissheit sprengt. 


Info und Fotos: https://www.uni-paderborn.de/en/nachricht/10411/
          oder: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/...






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