Mai 2013
PROGRAMM

Donnerstag 02.05.13, 20.00 Uhr

You drive me crazy
Andrea Thiele, Lia Jaspers, D 2012, 84 min, OmU

Mumbai, München und Tokio:
Drei Fahrschulen, drei Fahrschüler und sechs Nationen: Wenn man den Führerschein in 
einem anderen Land noch einmal machen muss, prallen Fahrweisen und Kulturen aufeinander. 
Jake ist fasziniert von Japan und versucht als Grafikdesigner in Tokio Fuß zu fassen.
Mirela hängt mit Mitte 30 ihren Job in der Modebranche in Deutschland an den Nagel,
um ein eigenes Fashionlabel zu gründen. In Indien sucht sie Geschäftspartner.
Hye-Won ist ihrem Mann nach Deutschland gefolgt. Mit Kind und Hund lebt sie in München
und studiert Musikwissenschaften.
Im Moment leben sie alle fernab ihrer Heimat. Sie gehören einer Generation an,
die sich selbst für weltoffen und anpassungsfähig hält. Um in ihrer neuen Wahlheimat
aber selbstständig zu werden, wollen sie Auto fahren – und dafür brauchen sie eine
national anerkannte Fahrerlaubnis. Und die bekommt man nicht einfach so, sondern es heißt: 
noch mal zur Fahrschule, noch mal büffeln, noch mal Unterricht nehmen.
Die eigentliche Herausforderung ist aber eine andere: Im Auto spüren sie schnell,
dass die landesspezifischen Verkehrsregeln nur den kleinsten Teil ihrer Probleme ausmachen,
die Unterschiede sind viel wesentlicherer Natur, wenn ein Ur-Bayer der zarten Hye-Won
die deutschen Vorfahrtsregeln auf seine Art beibringen will, wenn die ungeduldige Mirela
langsamer als 20km/h fahren muss oder der bemühte Jake von seinem Fahrlehrer den Rat bekommt,
die amerikanische Denkweise abzulegen, um die Prüfung endlich zu bestehen.
Denn die Vorstellungen vom richtigen Autofahren sind nicht immer logisch, sondern
eben landestypisch. In der permanenten Reibung mit ihren Fahrlehrern sind die drei
Protagonisten im Auto auf sich allein gestellt. Im Straßenverkehr spüren sie den Herzschlag
des Landes unmittelbar.
YOU DRIVE ME CRAZY lässt uns teilhaben am großen Drama hinter dem Lenkrad, am charmanten
„Kampf der Kulturen“ zwischen Fahrschülern und ihren Lehrern. Es ist nicht allein die Sprachbarriere, die den Führerschein unerreichbar erscheinen lässt!
Die Filmemacherinnen geben Einblicke in kulturelle Unterschiede und Besonderheiten.
Sie begleiten die drei Protagonisten sowohl während ihrer Fahrstunden als auch im
Alltag und lassen uns teilhaben am Drama auf der Straße.
Im Aufeinandertreffen mit ihren Fahrlehrern zeigt sich die Komik des „Andersseins“,
aber auch die Verzweiflung an der Sprachlosigkeit, das Fremdsein jenseits der Heimat.

Info und Fotos: http://www.youdrivemecrazy-film.de/de/index.html




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